26. November 2016 Rezepte

Spicy Meatballs

Es wird ein Werbespot gedreht. Ein älterer Mann, unverkennbar Italo-Amerikaner, sitzt an einem mit einer rotkarierten Tischdecke gedeckten Tisch vor einem Teller Spaghetti mit spicy Meatballs (würzigen Fleischbällchen). Neben ihm steht seine Frau. Der Satz des Mannes, den er nach einem Bissen von den Fleischbällchen in die Kamera sagen soll, lautet: „Mamma mia, that’s a spicy meatball“.


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Leider geht immer etwas schief, er verspricht sich, die Meatballs sind zu heiß, er vergisst den italienischen Akzent usw. Nach Take 59 kann er nicht mehr und bekommt deshalb ein Glas Wasser mit einer aufgelösten Alka Seltzer-Tablette (Stimme aus dem Off: Sometimes you eat more than you should …). Anschließend sagt er seinen Satz endlich fehlerfrei in die Kamera – leider fällt aber ausgerechnet in diesem Moment der Herd in der Studiodeko hinter ihm auseinander.

Woraufhin der Regisseur entnervt sagt: „Cut! Okay, let’s break for lunch.“

Das ist ein wunderbarer Werbespot aus den 60ern, den ich in den 90ern mal in einer dieser Die besten Werbespots-Sendungen gesehen habe. Da ich damals kein italienisches Meatballs-Rezept fand, habe ich ein eigenes erfunden:

Zutaten für 4 Personen

Für die Spicy Meatballs

  • 600 g Hack (halb Schwein, halb Rind)
  • 1 TL Fenchelsamen, etwas angemörsert
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1-2 Prisen Chiliflocken
  • 2 sehr fein gehackte Schalotten
  • 2 zerdrückte Knoblauchzehen Schwein
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl zum Braten

Für die Sauce

  • 1 EL Zucker
  • 1 gehackte Schalotte oder Zwiebel
  • 2 El Tomatenmark
  • 3 EL Aceto Balsamico
  • 2 Dosen gehackte Tomaten (à 400 g)
  • 1/2 Bund feingehackte glatte Petersilie

Zubereitung

Das Hackfleisch mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Fenchel, dem Oregano, den Chilies, den Zwiebeln und dem Knoblauch gut verkneten. Anschließend daraus walnußgroße Bällchen formen – das geht am besten mit leicht angefeuchteten Händen.

Eine Pfanne erhitzen, Olivenöl hineingeben, heiß werden lassen, die Hälfte der Meatballs in die Pfanne geben und zunächst nicht umrühren. Die Hitze kann jetzt auf 2/3 heruntergeschaltet werden. Nachdem die Meatballs Farbe angenommen haben, mit einem Kochlöffel oder geschicktem Schwenken der Pfanne wenden, bis sie ringsherum leicht knusprig geworden sind. Aus der Pfanne nehmen und die Prozedur mit der zweiten Hälfte der Meatballs wiederholen.

Den Zucker und die gehackte Zwiebel einem weiten Topf (oder in einer Pfanne mit hohem Rand) bei ständigem Rühren angehen lassen, das Tomatenmark dazu geben und kurz anrösten, mit dem Balsamico ablöschen. Den Essig fast komplett verkochen lassen, bis er eine sirupartige Konsistenz hat, dann die Tomaten dazugeben. Verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und die gesamten Meatballs dazugeben. Bei kleinster Hitze zugedeckt ca. 45 Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Nudeln (Spaghetti, Penne, was Sie wollen) kochen. Kurz vorm Servieren die Petersilie unter die Meatballs geben.

Mamma mia …





3. November 2016 Rezepte

Schon wieder Tomatensauce

Gestern eine neue Tomatensauce improvisiert – damit ich das Rezept nicht vergesse, schreibe ich es auf:

Zutaten

(auf Vorrat, den Rest kann man dann einfrieren)

2 kg Tomaten
1 rote Zwiebel
2 EL Tomatenmark
1 EL brauner Zucker
100 g Sardellenfilets
1 Glas Weißwein
1 Zweig Rosmarin
1/4 TL Fenchelsamen
Salz, Pfeffer, Chiliflocken
6 EL Olivenöl

Zubereitung

Die Tomaten waschen, den Strunk entfernen und im Standmixer oder mit einem Stabmixer pürieren.

Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und im Olivenöl andünsten. Wenn sie weich sind, eine Prise Chiliflocken, den Zucker und das Tomatenmark dazu geben und alles leicht anrösten, dabei ständig rühren. Die Sardellenfilets hinein geben und so lange weiter rühren, bis sie geschmolzen sind. Mit dem Weißwein ablöschen.

Die pürierten Tomaten unterrühren und die Sauce zum kochen bringen. Anschließend die Hitze herunterschalten und ohne Deckel ca. 45 Minuten köcheln lassen. Sie sollte dann ungefähr auf 2/3 reduziert sein.

Gegen Ende die Rosmarinnadeln und den Fenchelsamen mit dem Messer sehr fein hacken und in die Sauce rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Schmeckt superlecker mit Spaghetti oder Maccheroni, ein paar zerzupften Basilikumblättchen und frisch geriebenem Parmesan.





5. September 2016 Rezepte

Pasta-Fast food: Tagliatelle mit Erbsen und Parmaschinken

Ich koche richtig gern. Allerdings kommt es (selten) auch mal vor, dass ich Hunger habe, aber keine Lust, lange in der Küche zu stehen. Bringedienste scheiden von vornherein aus. Diese frische Pasta mit ein paar Erbsen und Parmaschinken ist aber ohnehin viel schneller zubereitet als irgendeine pappige Pizza geliefert wäre.

Zutaten für 1 Person

100 g tiefgefrorene Bio-Erbsen
150 g frische Tagliatelle
2 oder 3 Scheiben Parmaschinken
Olivenöl
frischer Parmesan
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Die tiefgefrorenen Erbsen mit kaltem Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Drei Minuten kochen lassen. Die Tagliatelle dazu geben, kurz aufkochen lassen und das Wasser abgießen.

Einen guten Schuss Olivenöl, den kleingeschnittenen Schinken und frisch geriebenen Parmesan unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Aufessen.





15. Juli 2016 Rezepte

Tomatensauce mit Sardellen

Tomatensaucenrezepte kann man meines Erachtens nie genug haben. Unser Favorit ist seit einigen Jahren dieses:

Zutaten für 4 Personen

1 kleine rote Zwiebel
Chiliflocken
1 Glas Sardellen (100 g)
1 kg Tomaten
1-2 TL (brauner) Zucker
1 handvoll Basilikumblätter
Salz, Pfeffer, Olivenöl

Zubereitung

Die Tomaten unten kreuzförmig anschneiden und für 45 Sekunden in kochendes Wasser legen. Herausfischen, die Haut abziehen und den Strunk entfernen. Anschließend achteln.

Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in reichlich Olivenöl anschwitzen. Wenn sie weich sind, ein bis zwei Prisen Chiliflocken und die Sardellen dazu geben. Rühren, bis sich die Sardellen aufgelöst haben.

Die zerteilten Tomaten in den Topf geben und ca. 60 Minuten zugedeckt auf kleiner Flamme schmoren lassen. Zwischendurch umrühren.

Mit Salz, Pfeffer und Zucker (haben Sie gute, reife Tomaten aus dem Umland, brauchen Sie wenig bis gar keinen Zucker) abschmecken, und ganz zum Schluss die kleingeschnittenen Basilikumblätter zur Sauce geben.

Die Hälfte der Sauce schon unter die al dente gekochten Spaghetti rühren. Dazu gibt es frisch geriebenen Parmesan.

Absolut köstlich – essen wir im Sommer einmal die Woche.





13. Juli 2016 Rezepte

Zucchinipuffer mit Zitronenjoghurt

An Zucchinis herrscht zurzeit wahrlich kein Mangel. Aber was macht man mit diesem doch relativ geschmacksarmen Gemüse? Zum Beispiel grillen. Oder knusprige Zucchinipuffer:

Zutaten für 4 Personen

4-5 mittelgroße Zucchini
1 Bund Frühlingszwiebeln
1/2 Bund glatte Petersilie
100 g Bergkäse (wer’s kräftig mag, kann auch Parmesan nehmen)
3 Eier
Salz, Pfeffer
Chiliflocken nach Belieben
5 EL Mehl
Öl zum Braten
1 Becher Naturjoghurt
1 Bio-Zitrone

Zubereitung

Die gewaschenen Zucchini mit einer groben Reibe raspeln. Portionsweise mit zwei Händen das Wasser herausdrücken.

Die Frühlingszwiebeln in dünne Röllchen schneiden. Den Bergkäse bzw. Parmesan reiben. Zusammen mit den Eiern zu den Zucchini geben, kräftig würzen (Vorsicht: der Käse enthält auch schon Salz) und mit den Händen vermengen.

Das Mehl darüber sieben und mit einem (Koch-)Löffel unterrühren. Ist die Masse zu flüssig, gibt man noch etwas Mehl dazu.

Öl ca. 1 cm hoch in eine große Pfanne gießen und erhitzen. Mit einem Esslöffel Zucchinimasse ins heiße Fett geben, leicht andrücken und von jeder Seite ca. 3 Minuten knusprig braten. Aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier zwischenlagern, damit das Fett aufgesaugt wird.

Die Schale der Biozitrone abreiben und zusammen mit dem Saft und etwas kleingehackte Petersilie zum Joghurt geben und verrühren, mit Salz abschmecken.

Behält man ein paar Puffer über, kann man sich freuen: Kalt schmecken sie mindestens genau so gut.








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